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Erfolgreiche AgriTech-Challenge

29 Startups haben sich für die Ausschreibung für Innovationen in der Digitalen Landwirtschaft für nachhaltige Lebensmittelsysteme beworben – nun kann die Pilotphase im Siemens Technopark Ruhstorf und auf Testflächen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Niederbayern starten – Finalistinnen und Finalisten für erste europaweite Challenge von EIT Food, LfL und Siemens für Startups im AgriTech-Bereich stehen fest

 

  • Teams kommen aus der Ukraine, der Schweiz und Deutschland
  • Pilotphase startet im Februar im Siemens Technopark Ruhstorf sowie bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Ruhstorf an der Rott
  • Ziel der Challenge: Förderung innovativer, digitaler Anwendungen beim Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft
  • Ruhstorf an der Rott ist zentraler Standort der Challenge

 

Die Finalistinnen und Finalisten des Wettbewerbs „Digitale Landwirtschaft für nachhaltige Ernährungssysteme – eine EIT Food, LfL und Siemens Challenge“ stehen fest. Die zehnköpfige Jury hat aus 29 Bewerbungen von Startups und jungen Unternehmen aus der Agrarwirtschaft drei Teams ausgewählt, die ab Februar 2022 in die 14-wöchige  Pilotphase im Siemens Technopark Ruhstorf gehen werden. Hier stehen ihnen für diese Zeit kostenlose Arbeitsplätze zur Verfügung. Zudem stellt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Testflächen zu Verfügung, und EIT Food ermöglicht den Zugang zum deutschen AgriTech Experten-Netzwerk. Im Juni 2022 wird dann ein Gewinner-Team gekürt, das seine Meilensteine und das Challenge-Ziel am besten erreicht hat. Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut für Agrar-, Ernährung und Landwirtschaft (EIT Food), die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und Siemens haben den europaweiten Wettbewerb im Oktober 2021 gestartet, um innovative und digitalisierte Anwendungen zur Minimierung des Einsatzes von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft zu fördern und Ruhstorf an der Rott in Niederbayern zum Zentrum für digitale Landwirtschaft auszubauen.

Der Koalitionsvertrag der Regierung zeigt – Digitalisierung muss und wird eine stärkere Rolle für die nachhaltige Transformation unserer Landwirtschaft spielen. Ansätze hierfür gibt es genug – doch wie können Potenziale digitaler Technologien für mehr Pflanzenschutz schneller ausgeschöpft werden? Und wie können anwendbare Lösungen direkt auf Feldern getestet und weiterentwickelt werden?

Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut für Agrar, Ernährung und Landwirtschaft (EIT Food), die Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und Siemens riefen dazu einen europaweiten Startup Wettbewerb aus: Digitale Landwirtschaft für nachhaltige Ernährungssysteme – eine EIT Food, LfL und Siemens Challenge.

Die Gewinnerteams stehen nun fest und werden ab Ende Februar 2022 ihre Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft gemeinsam mit Expert:innen von LfL, Siemens und EIT Food vor Ort in Ruhstorf testen und weiterentwickeln. Es folgt eine gesonderte Einladung in den Siemens Technopark sowie an die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in Ruhstorf.

 

Innovative Lösungen für die Landwirtschaft von Morgen: das sind die Final-Teams:

29 Teams aus ganz Europa, von Deutschland, Dänemark über Spanien und die Ukraine, teils weit fortgeschrittene Forschungsprojekte und die Mehrheit davon Agrar Startups sind angetreten, um ihre Lösung für die Herausforderung vorzustellen, vor der Landwirt:innen stehen: Die Reduktion der Verwendung von Mineraldünger und chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in der Pflanzenproduktion. Die Lösungen reichen von Feldrobotern, Mikrowellentechnologie zur Unkrautregulation, Sensoren zur Erfassung und Analyse elektrischer Pflanzensignale, Equipment-Carrier, IoT Lösungen, digitale Plattformen bis zur Verwendung von Satellitendaten.

Die Jury unter Vorsitz von Agnes Hoffmann (EIT Food) und Olivia Spykman (LfL) hatte die Qual der Wahl und musste entscheiden, welche Teams die innovativste Lösung mitbringen, die auch wirklich auf dem Feld angewendet werden kann. Diese drei Startups werden bald im Siemens Technopark sowie an der LfL in Ruhstorf weiter forschen und arbeiten:

PAAWR (Ukraine)
PAAWR bietet eine autonome Innovation auf der Grundlage künstlicher Intelligenz. Mithilfe von Mikrowellen reguliert der Roboter Unkräuter in einem frühen Stadium ihres Wachstums. Dadurch soll der Einsatz von Herbiziden signifikant reduziert werden.

Vivent (Schweiz)
Vivent unterstützt Landwirt:innen dabei, Einblicke in die Art und Weise zu gewinnen, wie Pflanzen ihren “Gesundheitszustand” mitteilen und wie sie auf Veränderungen von Umweltbedingungen oder auf Schädlings- und Krankheitsbefall reagieren. Die Sensoren erfassen von den Pflanzen ausgesandten elektrischen Signale, um ihre Reaktionen auf Veränderungen in der Umwelt schnell zu erkennen. Die Produkte von Vivent sollen den Landwirten helfen, die Anbaubedingungen zu optimieren und  den Aufwand an Betriebsmitteln zu verringern.

Dahlia Robotics (Deutschland)
Dahlia Robotics entwickelt einen Roboter zur mechanischen Unkrautregulierung, der für Zuckerrüben und Salate optimiert ist. Mit dieser Lösung können Landwirt:innen den Einsatz von Herbiziden reduzieren, ohne für teure und zeitaufwendige manuelle Arbeit bezahlen zu müssen. Der Roboter nutzt dabei ein zu 99 Prozent genaues KI-basiertes optisches System zur Unkraut- und Kulturpflanzenerkennung.

 

Projektkoordinatorin Agnes Hoffmann, EIT Food:
„Was Start-ups neben Finanzierung besonders brauchen, sind relevante Kontakte und passende Standorte, um ihre Innnovationen zu testen, validieren und erfolgreiche use cases für spätere Kundenbeziehungen zu produzieren. Mit dieser Challenge setzen wir ein starkes Zeichen dafür, wie wichtig es ist, über nationale und institutionelle Grenzen hinweg zu kollaborieren und in ländlichen Gebieten Innovationsräume zu schaffen – denn nur so kann die Transformation unserer Landwirtschaft gelingen – indem etablierte Unternehmen, Startups, Landwirte und die angewandte Forschung zusammenarbeiten.

 

Wie geht es weiter?

Die Pilotphase besteht aus drei jeweils dreitägigen Sessions im Siemens Technopark Ruhstorf sowie an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in n Ruhstorf an der Rott. Dort erhalten die Teilnehmenden Zugang zu Testflächen, Experten-Know-how sowie modernen Workspaces und profitieren von unserem einzigartigen EIT Food-Innovations-Netzwerk mit Kontakten zu relevanten AgriTech-Playern. On top gibt es 2.000 Euro Reisekostenzuschuss und die Chance auf 10.000 Euro Preisgeld am Demo Day am 1. Juni 2022 – hier werden die erzielten Ergebnisse der Pilotphase einem breiten Publikum vorgestellt.

 

Zukunftsräume: Testfelder und moderne Work-Spaces

Agrar-Startups sind auf landwirtschaftliche Testflächen angewiesen. Die LfL stellt im niederbayerischen Ruhstorf an der Rott in der Nähe von Passau Versuchsfelder für den europaweiten AgriTech-Wettbewerb zur Verfügung. „Innovative und praktikable Lösungen für die Landwirtschaft können nur direkt auf den Feldern entstehen, sagt LfL-Präsident Stephan Sedlmayer. Der Technopark Ruhstorf und der intensive Austausch mit unseren Forschenden bietet dafür ein fruchtbares Klima. Unsere LfL-Experten aus den Bereichen Robotik, Drohnen und Sensorik freuen sich auf die Gewinner der Challenge. Mit frischen Ideen und einem vielleicht völlig neuen Blickwinkel auf die Landwirtschaft können sie Lösungen anbieten, die sich aus reiner Expertensicht nie ergeben hätten.“

Als dritter Kooperationspartner unterstützt Siemens mit Experten aus der digitalen Praxis und der Bereitstellung von geeigneten Räumen und Arbeitsplätzen die Challenge. „Die Challenge-Teilnehmer erwartet unsere großzügigen Co-Working-Areas mit ausreichend Werkstatt- und Kreativflächen. Innerhalb der Community von Gleichgesinnten erleben sie hier eine Arbeitsumgebung, die täglich zu neuen Ideen inspiriert“, so Stefan Florenz, Leiter des Siemens Technoparks Ruhstorf.

 

Die Jury war mit folgenden Expert:innen aus Landwirtschaft, Umweltschutz und Innovationsnetzwerken besetzt (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Max Brandes, Referent Agribusiness, Landwirtschaftliche Rentenbank,
  • Dr. Markus Demmel, stellv. Institutsleiter Institut für Landtechnik und Tierhaltung, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
  • Phillip Eggers, Geschäftsführer Landmaschinen Eggers und Business Angel,
  • Dr. Thomas Engel, Manager Technology Innovation Strategy, John Deere
  • Walter Haefeker, ehem. Präsident Europäischer Berufsimkerverband 2008-2020 (jetzt Ehrenpräsident),
  • Dr. Christa Hoffmann Business Development, Oeconos GmbH
  • Isabella Karl, Geschäftsführung Bayrische Jungbauernschaft e.V.
  • Georg Mayerhofer, CERES Landwirt des Jahres 2017, Familienbetrieb mit Ackerbau, Schweinemast, Biogasanlage
  • Lena Ranneberg, Innovationsmanagerin, Agro Innovation Lab,  (Österreich)
  • Dr. Georg von Wichert, Head of Research Group, Siemens Technology

 

Für weitere Informationen über die Elektrophysiologie von Pflanzen klicken Sie bitte hier.

 

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